Anzahl nachgekaufter Exemplare

  • Wie kommen eigentlich die Ausreißer beim Verhältnis

    Vorhandene Exemplare

    zu

    Vormerker

    zustande, die dann schnell zu hohen "vorhanden"-Zahlen führen? Sind die tatsächlich - weshalb auch immer - beansichtigt oder "passieren" die während des Einspielens?


    Ein krasses Beispiel als Screenshot:

  • Ich denke mal, dass hier eine besondere Lizenzgestaltung vorliegt, (K-Lizenz, XL-Lizenz, L-Lizenz usw.)

    Hurt me with the truth, but never comfort me with a lie

  • Momentan gibt es den Titel nur als M-Lizenz, was natürlich nicht ausschließt, dass er in der Vergangenheit auch mal als XL-Lizenz verfügbar war.


    Ich vermute hier eher, dass es irgendwann einmal tatsächlich so viele Vormerkungen auf den Titel gab, dass diese hohe Anzahl an Lizenzen eingekauft wurde. Immerhin ist er schon seit 2014 im Bestand, und ich erinnere mich, dass wir für die physischen Gabaldon-Titel in der Bücherei immer eine ziemlich lange Vormerker-Liste hatten, als sie noch neu waren. Inzwischen wären die Vormerkungen natürlich längst abgearbeitet und deshalb viele Exemplare frei.

  • Also bei uns im Verbund ist es so, dass es eine Obergrenze für die Wartezeit gibt. Wird diese aufgrund von vielen Vormerkungen überschritten werden entsprechend so viele Exemplare nachgekauft, dass niemand unglaublich lange warten muss. Irgendwann hat man dann natürlich auch Titel, wo nicht mehr alle Exemplare permanent ausgeliehen sind.

  • Kakaokau : danke für den Link mit den Lizenzen. Finde ich interessant, auch wenn ich mich frage, warum man soetwas nicht ein bisschen weniger reißerisch formuliert hat. =O8o


    Ich war häufig zugange, wenn die neuen Medien eingespielt wurden. Da ich das jetzt kaum noch mache, könnte meine Beobachtung inzwischen überholt sein. Mir ist dabei ein paar Mal aufgefallen, dass Medien vorrübergehend in sehr hoher Stückzahl (z.B. 25) verfügbar und ausleihbar waren. (Ich habe es natürluch ausprobiert :saint: und auch andere haben zugeschlagen.) Am nächsten Tag wurden dann vielleicht nur noch 9 Exemplare angezeigt (was den inzwischen 9 Entleihungen entsprach). Vergleichbare Titel waren in der Nacht nur auf 4 Exemplare aufgestockt worden und andere vielleicht gar nicht. IdR sind Kaufentscheidungen auch für mich gut nachvollziehbar und natürlich fehlt mir die Preisinformation, aber irgendwie glaube ich nicht, dass es immer am Preis liegt. Und ich bin mir sicher, dass man zumindest damals als Nutzer reinpfuschen konnte.


    Und wenn ich schon neugierig unterwegs bin :S: Wie wird eigentlich im Verbund eingekauft? Ist es z.B. so, dass meine Bib ein Buch kauft, dann stellt man fest, der Titel ist gefragt und daraufhin werden 3 weitere Exemplare gekauft, eines von Bib x bezahlt und 2 vin Bib y? Oder trifft ohnehin nur der Verbund Kaufentscheidungen? Und wer entscheidet letztlich über Medienwünsche? Meine Bib oder der Verbund? :S

  • Wie wird eigentlich im Verbund eingekauft?

    Das ist von Verbund zu Verbund ziemlich unterschiedlich geregelt. In RLP landen alle Beiträge in einem Topf und der wiederum wird dem Bedarf entsprechend auf die einzelnen Lektorate verteilt. Und jede Teilnehmerbibliothek betreut dann ein Lektorat. Zudem gibt es bei uns Bibliotheken die für die Staffelung zuständig sind, die kaufen dann eben entsprechend viele Exemplare bis die Wartezeit dem im Verbund festgelegten Maximum entspricht. Medienwünsche entscheidet das zuständige Lektorat.

    Mir ist dabei ein paar Mal aufgefallen, dass Medien vorrübergehend in sehr hoher Stückzahl (z.B. 25) verfügbar und ausleihbar waren. (Ich habe es natürluch ausprobiert und auch andere haben zugeschlagen.) Am nächsten Tag wurden dann vielleicht nur noch 9 Exemplare angezeigt

    Ich vermute mal das waren dann XL-Lizenzen, die am Anfang einen gleichzeitigen Mehrfachdownload erlauben und später dann als 2 "normale" M-Lizenzen im Bestand landen. Damit kann man kurzfristige hohe Nachfragen sehr gut bedienen. Diese Lizenzen gibt es aber eben nicht für jeden Titel.

  • So richtig will das für mich noch nicht paasen. Gibt es irgendwo eine Erklärung dazu, wie die jeweilige Lizenz in den Zähler der Exemplare einfließt? Mich irritiert, dass ich die Zahl 25 definitiv nur nachts gesehen habe und am nächsten Tag war es dann eine 9. (Mir ist aber auch bewusst, dass u.U. zunächst falsche Verfügbarkeitsdaten angegeben wurden.)

    Sollte mir soetwas nochmal auffallen, werde ich es sicher dokumentieren.:D

  • Bei den Sachmedien bedeutet eine XL-Lizenz 25 Parallelausleihen, bei der Belletristik 20. Wird also ein Sachbuch als XL-Lizenz gekauft, stehen erst einmal 25 Exemplare des Mediums zur Verfügung. Genau das zeigt dann auch der Zähler an. Werden nun 16 Exemplare ausgeliehen, geht der Zähler auf 9 Exemplare zurück. Sind alle 25 Ausleihen "verbraucht", bleiben 2 normale M-Lizenzen übrig, d.h. ab dann können nur noch 2 Exemplare gleichzeitig ausgeliehen werden. Der Zähler bleibt dann bei 2 stehen.

  • Lieben Dank, für die ausführlichen Erklärungen! :)

    Wie es allgemein funktioniert habe ich damit gut verstanden. Wenn ich wirklich mehr zur Einkaufspolitik wissen will, ist es sinnvoller direkt bei den Hessen nachzufragen. 8)

  • Ich habe vor ca. einem Jahr mit jemand von Hessen gesprochen und der sagte mir, dass regelmäßig ein Prüfprogramm nach den Vormerken schaut. Ziel ist, wenn ich mich recht erinnere, dass niemand länger als 3 Monate auf ein Buch warten muss. Gibt es mehr Vormerker, werden Lizenzen nachgekauft. Falls möglich werden, wie oben schon erwähnt, XL-Lizenzen gekauft, die viele parallele Ausleihen am Anfang erlauben. Falls es diese nicht gibt, werden mehrere normale Lizenzen gekauft. Das kann dann dazu führen, dass es nach 1 oder 2 Jahren Titel gibt, die sehr viele Lizenzen haben und nicht mehr so häufig ausgeliehen werden. Das Problem ist halt, dass sich sehr viele User auf die neuen Titel stürzen.


    Für mich ist Warten kein großes Problem. Ich lege mir solche Bücher oft auf den Merkzettel und leihe sie später. Unschön waren hier die befristeten oder begrenzten Lizenzen, die Hessen aber nicht mehr einkauft. Da hatte ich mir Bücher auf den Merkzettel gelegt und die waren dann auf einmal verschwunden. Problematisch ist für viele sicher auch die Begrenzung auf 100 Titel auf dem Merkzettel. Wer hier keinen externen Helfer hat, hat auch gelitten.

  • Unschön waren hier die befristeten oder begrenzten Lizenzen, die Hessen aber nicht mehr einkauft. Da hatte ich mir Bücher auf den Merkzettel gelegt und die waren dann auf einmal verschwunden.

    Leider sind die befristeten/begrenzten Lizenzen für einen normalen Onleihe-Nutzer nicht erkennbar.

    Mir ist es auch schon mehr als einmal passiert, dass ein Buch, das ich für späteres Lesen auf dem Merkzettel hatte, dann plötzlich ohne Vorwarnung verschwunden war. Hätte ich das rechtzeitig gewusst, hätte ich den Titel natürlich rechtzeitig ausgeliehen oder vorgemerkt.


    In dem Zusammenhang eine Frage an die "Eingeweihten" hier im Forum:

    Was passiert eigentlich mit den Vormerkungen bei den befristeten/begrenzten Lizenzen?

    Kann man überhaupt Vormerkungen über die Befristung/Begrenzung hinaus machen? (Müsste ja eigentlich, denn es ist ja nicht ausgeschlossen, dass jemand seine Vormerkung vor Zuteilung zurückzieht.)

    Und geht bei befristeter Lizenz die letzte Ausleihe statt der maximalen Ausleihdauer (zB 3 wochen) evtl. nur verkürzt bis zum Ablauf der Befristung?

  • Kann man überhaupt Vormerkungen über die Befristung/Begrenzung hinaus machen? (Müsste ja eigentlich, denn es ist ja nicht ausgeschlossen, dass jemand seine Vormerkung vor Zuteilung zurückzieht.)


    Und geht bei befristeter Lizenz die letzte Ausleihe statt der maximalen Ausleihdauer (zB 3 wochen) evtl. nur verkürzt bis zum Ablauf der Befristung?

    Mein Stand der Dinge dazu ist:

    Es sind keine Vormerkungen über die Befristung hinaus möglich. Wäre ja auch fies, wenn dann jemand auf einmal doch nicht ausleihen könnte, weil davor alle Vormerker ihre maximale Leihfrist ausgenutzt haben. Sollte jemand seine Vormerkung zurückziehen, kann dann entsprechend wieder jemand vormerken. Vorher nicht.


    Die Ausleihdauer ist weiterhin die, die von der Onleihe vorgegeben wird. Nach Ablauf der Befristung kann (logischerweise) niemand den Titel neu ausleihen. Er sollte aber bei vorher erfolgtem Download auf jeden Fall für die normale Leihfrist nutzbar sein. Was nun passiert, wenn jemand den Titel ausgeliehen hat und die Lizenzlaufzeit abläuft, bevor er heruntergeladen hat, weiß ich nicht. Ist aber so ein Sonderfall, dass das in der Realität vermutlich sehr, sehr, sehr selten vorkommt.


    Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass Vormerkungen und Ablauf der Lizenzen selten zusammenfallen werden. Die meisten befristeten Titel haben eine Laufzeit von 4-8 Jahren. Und ein so alter Titel hat vermutlich selten massenhaft Vormerkungen - und wenn doch, dann wird die Onleihe in der Regel rechtzeitig entsprechend Lizenzen nachkaufen.