Wie zufrieden seid Ihr mit dem Angebot Eurer Onleihe ?

13.06.2018 | Aktueller Stand Entwicklung der Onleihe-App Version 6.0 und neues DRM in der App
Mehr dazu HIER.

21.06.2018 | "Unerwarteter Fehler" bei Ausleihe einiger eBooks
Aktuell erscheint die o. g. Meldung; es sind hauptsächlich englischsprachige Titel betroffen oder deutschsprachige Ratgeber. Wir informieren, sobald der Ausleihfehler behoben wurde.
Etwaige Vormerker können nicht verschoben werden.

25.06.2018 | Längere Wartezeiten bei Vormerkungen
Es kommt bei den Vormerkungen zu längeren Wartezeiten, da die Bibliotheken/Onleihen keine weiteren Exemplare der vorgemerkten Titel bestellen können. Daher erhöht sich die Anzahl der Vormerkungen weiter und die Wartezeit steigt. Wir arbeiten bereits an der Behebung und bitten um Ihre Geduld.

  • @ Bibliothekarin:


    Okay, Du bist anscheinend nicht im Thema, was höchst aktuell intensive Landwirtschaft, Agrarindustrie, Lobbyismus und Verbände (und ihre Finanzierung) etc. pp. angeht, um die mögliche Brisanz zu sehen. Es geht mir aber hier nicht darum, Insektensterben, Glyphosat, Superweeds oder aus der Schusslinie genommene (ehemalige) Landwirtschaftspolitiker zu diskutieren und Position dazu zu beziehen. Ich wollte am Beispiel zweier Organisationen auf die potenzielle Problematik einer weiter oben diskutierten, demnach also möglichen Beschaffungs- oder Spendenpraxis hinweisen, ohne das auf christlichen Missionseifer zu beschränken und ob der nun mal zu unserer Kultur gehöre und der des Islam oder der Scientologen nicht...


    Aber vielleicht verstehe ich die Praxis ja bisher falsch? Deshalb die Frage: Wenn irgendeine Umweltorganisation 10.000 (eigene?) eBook-Lizenzen spendieren würde, würde die Divibib also entscheiden, die im Medienshop anzubieten oder nicht und die Bibliotheken oder Verbünde, ob sie sie einstellten oder nicht? Gibt es da transparente Richtlinien? Weiteres Szenario: Die Umweltorganisation spendet direkt an die jeweilige Bibliothek oder den Verbund? Drittes: Sie regt ihre Mitglieder zu entsprechenden Einzelspenden an?


    Ich finde, man könnte sich mal Gedanken machen, wie man Einflussnahme in den Onleihen vermeidet, ohne sich z. B. dem Verdacht des Lobbyismus, in welche Richtung auch immer, auszusetzen. Und was die Erkennbarkeit angeht: Rechte "Philosophen" haben längst die Esoterik- und Anthroposophie-Szene für sich entdeckt. Eine höchst besorgte Studie über die Welternährung wird ebensowenig offen den wahren Auftraggeber und Finanzier nennen und mit Sicherheit (wie bisher) Unabhängigkeit für sich reklamieren und ein vordergründig unverfängliches Autorenkollektiv und Institut vorschieben. Und im Ablehnungsfall wird der Spender darauf hinweisen, dass es ja bereits eine entsprechend einseitig gefärbte Spende, sagen wir (fiktiv) seitens der Deutschen Umwelthilfe, gebe...


    Deshalb die vielleicht längst erfüllte Forderung: Man müsste zumindest Massenspenden ("Masse" im jeweils zu betrachtenden Rahmen) grundsätzlich verhindern, auch getarnte. So leid mir das für die mögliche Verbreitung kritischer Aufklärung tut.


    P. S.: Ich denke, es ginge in meinen versuchten Beispielen nicht um Forschungsberichte in der akademischen, sondern in einer populärwissenschaftlich aufbereiteten Form. Beim Naturkundemuseum bspw. um einen Ausstellungs-Katalog.

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

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  • ber vielleicht verstehe ich die Praxis ja bisher falsch? Deshalb die Frage: Wenn irgendeine Umweltorganisation 10.000 (eigene?) eBook-Lizenzen spendieren würde, würde die Divibib also entscheiden, die im Medienshop anzubieten oder nicht und die Bibliotheken oder Verbünde, ob sie sie einstellten oder nicht? Gibt es da transparente Richtlinien? Weiteres Szenario: Die Umweltorganisation spendet direkt an die jeweilige Bibliothek oder den Verbund? Drittes: Sie regt ihre Mitglieder zu entsprechenden Einzelspenden an?

    Ich denke eine Spende von Lizenzen an die Divibib ist nicht möglich, sondern nur die Möglichkeit Titel kostenfrei im Medienshop anzubieten. Dann müsste zum einen die Divibib zustimmen, dass die Titel angeboten werden und zusätzlich die jeweiligen Bibliotheken/Verbünde entscheiden, ob sie die Titel in ihrer Onleihe tatsächlich haben wollen. Denke nicht, dass die Divibib Titel einfach ungefragt bei jeder Onleihe einstellen dürfte.

    Ich persönlich kenne es nur so, dass wenn für die Onleihe gespendet wird das über die Bibliothek oder den Verbund geht, dass dort Geld für einen bestimmten Titel gespendet wird. Das ist aber verrechnungstechnisch je nach Struktur des Verbundes vermutlich recht kompliziert und unter Umständen gar nicht überall praktikabel. Bei uns im Verbund wüsste ich von keinerlei Anfragen dieser Art.

    Ich persönlich vermute ja, dass die Spende in HEssen, die diese Diskussion hier vorrangig ausgelöst hat, eher ein Einzelfall ist und zusätzlich dem geschuldet ist, dass es eine Bibliothek ist die eine konfessionelle Prägung/Trägerschaft hat.

  • Ich persönlich vermute ja, dass die Spende in HEssen, die diese Diskussion hier vorrangig ausgelöst hat, eher ein Einzelfall ist und zusätzlich dem geschuldet ist, dass es eine Bibliothek ist die eine konfessionelle Prägung/Trägerschaft hat.

    Tja. Dann stell dir nur mal kurz vor, die "Bibliothek des Konservatismus", die, trotz ihres Namens, stramm ultrarechts und reichsbürgerlich ausgerichtet ist, würde sich einem Verbund anschließen.

  • Noch eine Verständnisfrage:


    Wenn der Schul- oder Gemeindebib Kleinkleckersdorf eBücher gespendet und angenommen werden (wie auch immer), stehen die dann in allen Bibs des Verbundes, zu dem Kleinkleckersdorf gehört, zur Verfügung? Und wenn, dann direkt den Lesern oder nur im Shop? Die Diskussion ließ das vermuten.


    Oder stellen wir uns konkreter beispielsweise Hückeswagen und Leverkusen vor... (Wolfsburg und München finde ich im Verzeichnis nicht, Stuttgart ist anscheinend alleine.)

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

  • Und "Einzelfälle" haben auch öfters Nachfolger und Nachahmer. Vor allem wenn niemand etwas dagegen sagt.

  • Wenn der Schul- oder Gemeindebib Kleinkleckersdorf eBücher gespendet und angenommen werden (wie auch immer), stehen die dann in allen Bibs des Verbundes, zu dem Kleinkleckersdorf gehört, zur Verfügung? Und wenn, dann direkt den Lesern oder nur im Shop? Die Diskussion ließ das vermuten.

    Wenn die Bibliothek eine Geldspende für ebooks bekommt, dann kauft sie mit diesem Geld die Titel im Shop und diese stehen dann allen Lesern zur Verfügung die Mitglied einer angeschlossenen Bibliothek sind. Das ist meines Erachtens nach das einzige mögliche Szenario.

    Das setzt aber voraus, dass die Struktur des Verbundes so ist, dass zum einen Geldspenden eingebracht werden können und zum anderen, dass die Einkaufspolitik /-richtlinien nicht gegen eine Anschaffung der gewünschten Medien sprechen. Wenn jemand spenden möchte für ebooks muss das ja nicht zwangsläufig politisch oder religiös motiviert sein, wäre ja (aus meiner Sicht) ja auch vorstellbar, dass jemand eine Spende macht für weitere Lizenzen bei Bestsellern/Zeitschriften/Hörbüchern, weil die immer so lange vorgemerkt sind oder für Kinderbücher oder was weiß ich...

  • Wenn der Schul- oder Gemeindebib Kleinkleckersdorf eBücher gespendet und angenommen werden (wie auch immer), stehen die dann in allen Bibs des Verbundes, zu dem Kleinkleckersdorf gehört, zur Verfügung?

    Ja, das ist so, im Verbund sagt aus, alle zusammen kaufen ein und alle Nutzer haben Zugriff auf alle Medien. Beim Einkauf haben alle Onleihen in Deutschland dieselben Medien zur Auswahl. (In der Schweiz bzw Österreich ist das Angebot des Medienshops nicht genau gleich, steht dann aber auch wieder allen Onleihen des Landes zur Verfügung)


    edit: Bibliothekarin war schneller...

  • Danke Euch beiden.


    Wenn ich also (Eigen-) Verleger wäre und nicht gerade offensichtlich tendenziöse Literatur für lau anböte, hätte ich evtl. die Chance, über Hückeswagen (vielleicht bin ich da sogar "vernetzt"?) Bücher einzuschleusen, die sich kritisch, aber (zumindest dem Schein nach) sachlich mit dem Bayer-Monsanto-Deal auseinandersetzen (oder etwas indirekter bloß mit Glyphosat und Superweeds etc.) und die wären dann in Leverkusen verfügbar, obwohl vielleicht die Stadtoberen dort gar nicht so angetan davon wären? Oder umgekehrt... Oder es gäbe eine Retourkutsche über die Segnungen des Glyphosat.


    Diesel-Feinstaub soll übrigens die Ozonbildung in den Städten reduzieren... ;-) 


    Okay, die Informationsdichte auch in kleinen Bibs würde jedenfalls wachsen. Die INSM erwähnte ich bereits, oder? Deren ehemaligen (?) Einfluss auf gewisse Fernsehserien aber noch nicht. Sage also keiner, das sei alles total an den Haaren herbeigezogen.


    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

  • Wenn ich also (Eigen-) Verleger wäre und nicht gerade offensichtlich tendenziöse Literatur für lau anböte, hätte ich evtl. die Chance, über Hückeswagen (vielleicht bin ich da sogar "vernetzt"?) Bücher einzuschleusen

    Ich weiß nicht wie einfach es als Verlag ist seine Bücher bei der Divibib in den Medienshop zu bekommen. Ich vermute auch, dass die Divibib nicht publik macht, wie sie ihre Vertragsverhandlungen führt ;-)

  • Denke nicht, dass die Divibib Titel einfach ungefragt bei jeder Onleihe einstellen dürfte.

    In einem früheren Beitrag hatte ich einen Link eingestellt, aus dem hervorgeht, wie es die Zentral- und Landesbibliothek Berlin hält:


    >>Seit Januar 2018 erwerben wir ca. 70 % unseres Kaufzugangs in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister Hugendubel Fachinformation (HFI). Für jedes Fachgebiet wurde von dem/der zuständigen Mitarbeiter/in ein Erwerbungsprofil erstellt. Dort werden zum Beispiel erwünschte wie auch nicht erwünschte Themen und Verlage genannt. Auf Basis dieser Profile liefert uns HFI Medien in zwei verschiedenen Varianten: Medien, die die ZLB auf jeden Fall haben sollte, weil sie bei uns erwartet werden – der neueste Reiseführer, die angesagtesten Krimis, das neue Standardwerk im Bereich Psychologie – werden direkt ausgewählt und geliefert. Medien, die eventuell ebenfalls interessant sein könnten, werden in weiteren Vorschlagslisten angeboten, aus denen unsere Kolleg*innen die benötigten Titel auswählen können. Und sollte mal ein Titel fehlen, können die Kolleg*innen diese auch direkt selbst bestellen. In der Regel stehen die Medien durch diesen neuen Prozess nun kurz nach Veröffentlichungsdatum für Sie bei uns zur Ausleihe bereit.<<


    Also Outsourcing eines Teils der Bibliothekar*innen-Kompetenz an einen externen Dienstleister. Und ich glaube, den gleichen, oder einen ähnlichen, Service bietet auch die Divibib an und einige Verbünde nutzen ihn.

    Ich persönlich vermute ja, dass die Spende in HEssen, die diese Diskussion hier vorrangig ausgelöst hat, eher ein Einzelfall ist und zusätzlich dem geschuldet ist, dass es eine Bibliothek ist die eine konfessionelle Prägung/Trägerschaft hat.

    Die Spende war vermutlich kein Einzelfall: Am 22.06.2016, gelangten schon einmal 138 Titel evangelikaler Verlage in den OVH-Bestand. Anders als jetzt im Januar stammten die meisten E-Books damals allerdings aus dem Verlag der Francke-Buchhandlung.


    Ich finde es sehr problematisch, dass sich eine Religionsgemeinschaft vermittels ihrer Privatschule das Privileg zugespielt hat, die Medien und Inhalte eines Verbundes überwiegend kommunaler Bibliotheken ideologisch beeinflussen zu können. M.E. ist das ein Angriff auf die weltanschauliche Neutralität, zu der Staat und Kommunen verpflichtet sind.


    Auch die Siebenten-Tags-Adventisten sind Nutznießer dieser Neutralität. Lange hatten sie selbst darunter zu leiden, dass sie im Verhältnis zu den etablierten großen Kirchen tendenziell benachteiligt wurden. Sie sollten sich daher wohl überlegen, ob es wirklich in ihrem Sinne ist, die weltanschauliche Neutralität staatlicher Institutionen zu unterlaufen. Ich appelliere daher an die Verantwortlichen des Schulzentrums Marienhöhe und seiner Mediothek, die weltanschauliche Neutralität in Zukunft zu respektieren und sich entsprechend zu verhalten.


    Und an die Vertreter der kommunalen Bibliotheken im OVH appelliere ich, zukünftig nicht wegzuschauen, wenn hier gegen bewährte Regeln verstoßen wird und eine überwiegend kommunale Sache zur Plattform religiöser Propaganda gemacht werden soll. Ich würde mich freuen, wenn es mal ein Statement dazu geben würde, wie das zukünftig unterbunden werden soll.

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  • Also Outsourcing eines Teils der Bibliothekar*innen-Kompetenz an einen externen Dienstleister. Und ich glaube, den gleichen, oder einen ähnlichen, Service bietet auch die Divibib an und einige Verbünde nutzen ihn.

    Nach meinem Kenntnisstand gibt es die sogenannten "Standing Order" - sprich für einen bestimmten Betrag erhält man für das jeweilige Thema übers Jahr verteilt Titel automatisch- nur für den Bereich Romane (bzw. Unterkategorien davon). Ich habe mich aber nicht vertieft damit auseinander gesetzt, weil wir das nicht nutzen. Aber auch wenn man so einen Service nutzt bekommt man Informationen, welche Titel da geliefert werden/wurden und könnte dann auch entsprechend Rückmeldung geben.


    Die Spende war vermutlich kein Einzelfall: Am 22.06.2016, gelangten schon einmal 138 Titel evangelikaler Verlage in den OVH-Bestand.

    Einzelfall bezog sich auf die einzelne Bibliothek - mag sein dass es auch noch andere Fälle /Bibliotheken gab, das werden wir hier nicht klären können. Es ist auf jeden Fall nix was ständig bei allen Onleihen passiert. Für ein Statement von OVH würde ich mich direkt an den entsprechenden Verbundkoordinator wenden und nicht über das Forum gehen.

  • Auch die Siebenten-Tags-Adventisten sind Nutznießer dieser Neutralität. Lange hatten sie selbst darunter zu leiden, dass sie im Verhältnis zu den etablierten großen Kirchen tendenziell benachteiligt wurden. Sie sollten sich daher wohl überlegen, ob es wirklich in ihrem Sinne ist, die weltanschauliche Neutralität staatlicher Institutionen zu unterlaufen. Ich appelliere daher an die Verantwortlichen des Schulzentrums Marienhöhe und seiner Mediothek, die weltanschauliche Neutralität in Zukunft zu respektieren und sich entsprechend zu verhalten.

    Da kann ich dir nur Recht geben. Aber ich bezweifle ehrlich gesagt, ob die Betroffenen so reagieren werden. :?:


    Ich habe übrigens auch mal bei 'meinem' Onleihe_Verbund nachgefragt und bin jetzt davon überzeugt, dass so etwas dort nicht passieren wird.


    Für ein Statement von OVH würde ich mich direkt an den entsprechenden Verbundkoordinator wenden

    Würde ich auch empfehlen.

  • Für ein Statement von OVH würde ich mich direkt an den entsprechenden Verbundkoordinator wenden und nicht über das Forum gehen.

    Könnte ich machen. Brauche ich aber nicht. Wenn der OVH ein Statement abgeben will, kann er das jederzeit hier. Was er ja auch schon mal getan hat, auch wenn es ziemlich schlapp ausfiel. Außerdem finde ich, dass die ganze Geschichte von öffentlichem Interesse und keine Privatangelegenheit zwischen OVH und mir ist, was ja allein dadurch bewiesen ist, dass diese Diskussion hier auf diesem Forum stattfindet.

  • Wenn der OVH ein Statement abgeben will, kann er das jederzeit hier.

    Könnte er. Wird er aber mit Sicherheit nicht mehr machen. Das Statement war da. Wer mehr haben will, muss sich eben direkt dorthin wenden. Ob er und wem er und wann er antworten will, wird dann eben von dort entschieden. Auch der OVH ist ein Verbund und die Kollegen dort werden sich kurzschliessen.

    Die Diskussion flammt jetzt mit den immer gleichen Argumenten hier wieder auf. Ich finde, das bringt nichts. Das hatten wir doch alles schon.

  • "Geistiges Heilen"


    Gleich 10 Exemplare (bei einem Preisfaktor von 1,5 dürfte das 239,85 Euro gekostet haben) des gefeierten Scharlatans Experten für geistiges Heilwesen, Astrologie und Potenzialentfaltung, Horst Krohne, fanden ihren Weg in die Onleihe des OVH:




    Ein Buch über lustige Spiele für die nächste Masernparty wird heiß ersehnt, fehlt aber leider immer noch. Interessierte Eltern sollten sich noch etwas gedulden. Sicherlich wird auch ihr Lesewunsch bald erfüllt.

  • Gleich 10 Exemplare (bei einem Preisfaktor von 1,5 dürfte das 239,85 Euro gekostet haben)

    Nun sind es "nur" noch 9. Ich vermute, dass hier eine sogenannte XL-Lizenz zu einem wesentlich günstigeren Preis erworben wurde. Das bedeutet: Begrenzter, gleichzeitiger Mehrfachdownload. Ist die festgelegte Anzahl an Ausleihen "verbraucht", bleibt der Titel in zwei "normalen" Lizenzen im Bestand der jeweiligen Onleihe. Bei belletristischen Titeln erhält man hier 20 Parallelausleihen, im Sachbuchbereich 25 Parallelausleihen. An und für sich eine schöne Sache. Leider bieten das nicht alle Verlage an.

  • Über Esoterik und Religion lässt sich trefflich streiten - aber solange auch Publikationen zu finden sind, die plausible Erklärungen für solcherlei menschliche Denkweisen (ist das der treffende Ausdruck?) oder Weltbild-Bevorzugungen anbieten, gehört das doch zur Meinungsvielfalt, oder?


    Wieviel Thomas Metzinger, Eric Kandel, Gerhard Roth, Wolf Singer, Gerald Hüther, Antonio Damasio (um nur einige namentlich zu erwähnen) und andere ernstzunehmende Philosophen und Neurowissenschaftler finden sich denn im Kontrast dazu?


    Wäre vielleicht interessant, einen Bot zu programmieren, der aus der Website die Ausleihstatistiken ermittelt. Im Moment sehe ich nur 9 Exemplare, die aber bis zum 7.7. vorgemerkt bzw. voraussichtlich ausgeliehen sind. Spezieller Bedarf scheint also irgendwo zu bestehen.


    Bei uns (RSO) finde ich 115 Werke zu "Esoterik & Astrologie", davon 97 zu "Spiritualität", beim OVH 182/129 bei einem Sachmedienbestand von 8379 (RSO) zu 24373 (OVH). Wobei bei Euch das Verhältnis Sachmedien/Ratgeber zu Belletristik etwa 1 zu 1 ist, bei uns aber 1 zu 1,5. Da hätte man Einiges zu tun, um einigermaßen plausibel zu deuten, ob nun die Hessen oder die Rheinländer esoterischer oder spiritueller angehaucht sind...


    Ich schätze, der OVH kann das verkraften und außerdem glaube ich nicht, dass man heute noch mit Büchern missionieren kann, wenngleich es sicher versucht wird. Die sogenannten Sozialen Medien und die Werbung sind da viel gefährlicher und der verbreitete Populismus sowieso.

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

  • bei einem Preisfaktor von 1,5 dürfte das 239,85 Euro gekostet haben

    Und das Lizenzmodell siehst du woran? :/

    Ich habe eben mal im Shop nachgeschaut. Den Titel gibt es, wie gimiju schon schreibt, als XL-Lizenz. Damit bekommt man in diesem Fall die 25 Ausleihen am Anfang (und 2 dauerhafte Exemplare) für unter 50 Euro. Die Vormerker sprechen allerdings dafür, dass hier 9 dauerhafte Lizenzen gekauft wurden. Diese sind jeweils trotzdem günstiger als das gebundene, gedruckte Buch.

  • Die Vormerker sprechen allerdings dafür, dass hier 9 dauerhafte Lizenzen gekauft wurden

    Hm. Dass jetzt aber nur noch neun statt wie vorher erwähnt zehn Lizenzen angezeigt werden, spricht für das Vorhandensein mindestens einer (nachgekauften?) XL-Lizenz *klugscheiss* ;-)

    Ich denke, dass die Anzahl weiter sinken wird, wenn die Vormerker "abgeholt" werden. Ist aber letztendlich nur gemutmaßt und auch egal. Mir ging es nur darum, den vermuteten Preis zu relativieren.

  • Da versucht wohl der OVH, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Nach der Missionierung für homophobe, frauenfeindliche Demokratieverächter kommen jetzt die Esoteriker dran, deren Menschenbild so wunderbar in eine neoliberale Wirtschaft paßt <X