Meine "Alongside-Topics"

27.07.2018 | Ausrollen der beta-Version verschoben
Mehr dazu HIER.

16.08.2018 | Download von eAudio in der Onleihe-App
Es gibt weiterhin Schwierigkeiten beim Download von eAudios mit vielen Einzeltracks.
Mehr zum Thema finden Sie HIER.

16.08.2018 | eBooks im PDF-Format
Einige der eBooks, die im PDF-Format angeboten werden, haben zwei Download-Optionen.
Bitte stets die Option "PDF - für PC/Laptop und mobile Endgeräte - Adobe Digital Editions" wählen. Bei diesen Titeln kann es dennoch zu Schwierigkeiten kommen. Wir sind bereits dran.

  • Alte e-Reader recyclen bzw. umnutzen


    Bitte keine eigentlich noch funktionierenden eReader wegwerfen, insbesondere auch keine Tolinos der ersten Generation, falls die keine Updates auf neue DRMs mehr bekommen sollten und auch sonst keinen Nutzen mehr erbringen, weil man keine Kaufbücher oder freien Bücher hat.


    Wenn da erst mal eine gewisse Menge wirklich überflüssig ist, wird es Hacker geben, die sie umnutzen. Eigentlich wären sie gut denkbar als WLAN-angebundene Fernbedienung für Mediencenter wie Kodi oder als Statusanzeige für irgendwelche andere Elektronik, wo es keine schnellen Änderungen der Anzeige geben muss. Da zahlte sich die lange Laufdauer aus.

    Oder wir sammeln sie für Museen, die damit bestimmte Exponate einfach per ePub mit mehr Info ausstatten könnten als die üblichen Beschriftungen sie ermöglichen. Die Firmware ist auf einer SD-Karte gespeichert - das ermöglicht im Prinzip die sicherste Form des Hackens und Duplizierens, zumal man sie ja dann sicher eh in andere Gehäuse stecken wird.

    Als Museumsdisplay eignen sich evtl. sogar andere Geräte ohne WLAN. Ich nehme an, z. B. das Deutsche Technikmuseum Berlin hat entsprechende Kontakte zu FabLabs und Hackerspaces. Das Zeugs muss weder sinnlos in einer Schublade vergammeln noch der Müllmafia zusätzliche Gewinne bringen. Das wäre unsinnige Zerstörung.

    Da fällt mir gerade ein: Im Bröhan-Museum sah ich einige Exponate recht experimentell mit Tablets ausgestattet - allerdings für multimediale Inhalte (CERAMICS AND ITS DIMENSIONS - shaping the future).

    P.S.:

    Ich gebe zu, ein kleines, isoliertes, lokales WLAN mit Webserver für Besucher mit Smartphones und Tablets ist vielleicht schicker, wie zuletzt gesehen bei "Alban Berg und sein Ford A" im Technischen Museum Wien. Wenn es denn richtig "niederschwellig" gemacht gewesen wäre... (Ist es vielleicht mittlerweile.) Aber es geht ja um nachhaltige Umnutzung und mit einem RasPi als Server und 100 Tolinos ließe sich so manche Sonderausstellung gut ausstatten - und das wäre danach immer wieder verwendbar.

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

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  • Alte e-Reader und neues DRM


    Ich habe endlich herausgefunden, wie man doch 'cross threads' zitieren kann:



    Ich z.B. hole Ebooks nur von der Onleihe. Solange der Buchhandel die dort verfügbaren Ebooks nur zu sündhaft teuren Preisen abgibt, hole ich mir da nichts.

    Ich habe auch nur Bücher von der Onleihe auf meinem Tolino, bis auf sehr wenige Ausnahmen. Wenn ich mir Bücher kaufe, dann welche, die ich mir auch ins Regal stelle und keine eBooks. Und ich zähle mich nicht zu den Hardcore-Onleiherinnen.

    Warten wir vielleicht erst mal ab, ob der Arbeitsspeicher (256MB) des alten Tolino shine für irgendeine Art Update doch noch reicht, ob mit oder ohne Android-Upgrade, das ja schon bei zwei anderen Modellen so schief gegangen ist, dass sich da bis jetzt insgesamt noch nichts wieder getan hat (lt. mytolino.de hat derzeit nur der "epos" eine 11er-Version, die er ja von Anbeginn hatte). Und dann ist das ja noch eine Frage der Firmen- und Allianzpolitik...


    Ich hab die zukünftigen Aspekte wegen des harschen OT-Verständnisses in diesem Forum extra hierher ins Café verschoben, zumal sie ja in jedem Fall vorgreifen - die Divibib will das alte DRM-System ja noch eine Zeit lang weiter laufen lassen. Lieber also auch hier weiter darüber diskutieren (leider kann man die letzten drei der zitierten Postings ja nicht hierher verschieben - aber nach meinem Verständnis passen sie auch dort...).


    Ansonsten kann ich sagen, dass ich für jeden möglichen Abstand zu Adobe eigentlich dankbar bin, da man im Leihwesen ja nun wirklich nicht auf ein DRM verzichten kann.


    Das Ganze ist aber m. E. auch noch mal ein Hinweis darauf, dass man spezialisierte Geräte wirklich nur kaufen sollte, wenn man einen ganz triftigen Grund dafür hat. "Normale" Androiden (und iThings) sind halt einfach flexibler, auch wenn Google selbst vor Kurzem "Intel inside"-Typen wie das Tolino Tab 8" längere Zeit außer Gefecht gesetzt hatte und Android 4.4 nicht nur mit der Onleihe-App Probleme macht, sondern zum Beispiel das ZDF auch gerade erst nachbessern musste, wobei wohl vor allem auf den Servern etwas angepasst werden musste (Verzeichnisstrukturen? Dateien wurden nicht gefunden...).


    Da aber auch die (Sicherheits-) Update-Willigkeit der Hersteller bei normalen Androiden meist sehr zu wünschen übrig lässt, wie die Stiftung Warentest kürzlich genauer fixiert hat, würde ich derzeit nur Androiden ab 7.0 kaufen und auch nur von halbwegs renommierten Herstellern, nicht irgendwelche Sonderangebote der Nahrungsmitteldiscounter.

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

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  • Meines Erachtens empfehlenswerte Tablets der Einsteigerklasse (mit "Rückendeckung" der Stiftung Warentest)


    @Papiergeflüster:


    Ich würde für die Onleihe grundsätzlich kein Tablet unter WUXGA-Auflösung kaufen, aber auch nicht ohne "Zwang" darüber - also 1920 x 1200 Pixel bei acht bis zehn Zoll. 8" sind für mich nur durch bessere Handlichkeit und geringeres Gewicht zu argumentieren. Da fehlen dann aber auch 200g Laufzeit...


    Ihr habt sicher die Test-Hefte und -Jahrbücher in der Bib. Da gab es zwei mit Tablet-Tests: 12/2016 und 12/2017. Erstplazierter und Preis-Leistungs-Sieger Ende 2016 war das Samsung Galaxy Tab A6 10.1 SM-T585 (2016). Das wurde längst auf Android 7 upgedated, erhielt im Februar noch ein Sicherheitsupdate und ich habe jetzt gerade ein zweites mit dem Zusatz "(2018)" für 169€ gekauft, nun aber mit 32 anstatt 16GB Speicher versehen (gab's zu dem Preis gerade an jeder Straßenecke und davor bei Amazon). Der Preis scheint derzeit täglich neu ausgewürfelt zu werden - ich zahlte 2017 noch 199€. Beide allerdings ohne LTE, also Typ SM-T580, sonst identisch mit SM-T585.


    Ich kann das Ergebnis der Stiftung Warentest für das erste nur bestätigen: Geradezu extrem lange Akkulaufdauer, gutes Display. Und das mehrerer anderer Tester: Keine Bloatware, also praktisch nur eine sinnvolle Grundausstattung, ein helles Display, Sound marginal (das zweite Tab muss ich erst noch auspacken).


    Ursprünglich wollte ich meiner Frau als Ersatz für das Tolino Tab 8" (Android 4.4) das Lenovo Tab 4 8 plus (aber ebenfalls ohne LTE) aus dem zweiten Test kaufen - das Tolino hat ebenfalls WUXGA, auch deshalb das "plus". Ich hab's zwar nicht in der Hand gehabt, gehe aber allen Infos nach davon aus, dass der Test-Test ebenfalls zutrifft (was ja bei der Stiftung manchmal durchaus umstritten ist). Schließlich gaben der Preis, die Erhältlichkeit vor Ort, die längere Laufdauer und das größere und hellere Display sowie die eigene gute Erfahrung den Vorzug vor dem geringeren Gewicht.


    Mehr Tablet braucht kein Mensch für Surfen, Mailen, Multimedia (wie z.B. onleihe, Tolino- und Kindle-Apps und ÖRR-Mediatheken) sowie informative Apps, insbesondere mit einem Chromecast am Fernseher. Trotzdem bleibt zu überlegen, ob nicht schon alleine die wesentlich nachhaltigere Update-Politik den höheren Preis für Apple-Tablets rechtfertigt, bei zudem mehr "High-Endigkeit". Aber für Einsteiger reicht das wohl eine Zeit lang und dann kann man ja weitersehen.


    Aber auch Apple hat einen endlich lebenden Akku und ein Ende aller Updates und hier sollte es um Alternativen zu nicht viel billigerem, aber sehr baldigem Elektroschrott gehen. Zu noch billigeren Noch-Alternativen und ihren Nachteilen siehe Stiftung Warentest.

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

  • Ich habe das iPad 4 seit zwei oder drei Jahren in Gebrauch und bin sehr zufrieden, nutze aber auch ein iPhone, denn Aufbau und Nutzung sind ja fast identisch und die Geräte sind synchronisiert (Es nimmt sogar Gespräche entgegen, stört aber beim Lesen ;))

  • Zeruyana :
    Okay, unter "Rechner" hatte ich PC oder Mac verstanden - da konnte ich mir unter den Features nichts Rechtes vorstellen. Aber dann doch iOS? Oder klemme ich immer noch?

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

  • Technikus

    Rechner = iMac Mid 2011 OS Sierra, das hast du richtig verstanden. Ich hab vor 3 Jahren den Arbeitsspeicher schon mal aufgerüstet, jetzt möchte er manchmal nicht starten und die Geschwindigkeit lässt leider auch sehr nach. Ich rede ihm täglich gut zu, aber wie lange das noch gut geht...


    Was bei dir an Mythenmetzscher Auschweifung manchmal zu viel, ist bei mir zu wenig ;):P

  • Okay, bei Mac hab ich nicht mal Abschweifungen parat. Außer vielleicht, mal die Festplatte zu prüfen oder prüfen zu lassen. Falls möglich und noch nicht drin, evtl. eine SSD einzubauen (Samsung EVO eher als SANDISK ultra oder plus). Aber irgendwie, glaub ich, gab es da bei den Mäckes Hindernisse, oder?


    Bei PCs bin ich halt derzeit von Abschweifungen auf Mini-Linuxe angetan, nachdem ich einen 13 Jahre alten damit in einer Minute (inklusive Startverzögerungen und Anmeldung) hochgefahren kriege (keine SSD!) und auch die Ladezeiten für die Anwendungen absolut brauchbar sind.


    Und meinen allerabschweifendsten Dank für die Mythenmetzschen Abschweifungen - der Begriff wird einen Platz in meinem Metzingerschen EGO-Tunnel finden...

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

  • 2012 hat der Mac nicht mal 20“ zum Start gebraucht, jetzt 1,5‘, alles im Rahmen! Wenn der läuft, machen auch die Anwendungen keinerlei Scherereien. Nur ADE ist schwierig, ich nutz da den Tolino. Alles noch tutti!


    ;)

  • Papiergefluester :

    Das neue Galaxy Tab A6 (2018) ist offenbar tatsächlich wie das alte (2016), nur mit doppeltem Speicher. Ich habe jedenfalls beim Einrichten noch keine Unterschiede festgestellt. Android 7 und das letzte Security Update vom Februar waren schon drauf. Bin mal gespannt, ob es dafür noch Oreo geben wird. Gerüchte halten es für wahrscheinlich, aber Samsung legt sich wohl grundsätzlich erst fest, wenn es für ein Gerät fertig ist...

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

  • Automatennetze


    Langsam bestätigt sich mir beim Onleihe-System und bei den ÖRR-Mediatheken (im Kleinen und aufgrund ihrer diversen Komplexitäten) ein Eindruck, der sich seit Jahrzehnten schon durch mein Berufsleben als EDV-Supportmitarbeiter zog und weiter zieht (beruflich aktuell):


    Wir steuern auf ein Chaos zu, das immer unbeherrschbarer wird und das mit höheren Anforderungen, weniger Zeit und vergleichsweise weniger Personal als zu früheren Zeiten (wo mitnichten alles besser war, aber alles noch langsamer ging).


    Die hehren Grundsätze der IT (die freilich nie ganz realisiert, aber in meinem "Lieblingssystem" leicht durchzuziehen waren) wurden nicht nur durch Microsoft und Windoof ad absurdum geführt, sondern werden es erst recht durch die derzeitige App-o-Mania. Dabei sind Apps längst auch gaaanz kalter Kaffee, wurden mit oben erwähntem System in ihren prinzipiell positiven Aspekten schon 1986/88 entwickelt und realisiert, nur merkte der User nichts davon.


    Allerdings sollte damals gelten: Es gibt nur eine einzige Beschreibung eines Datenbestandes bzw. von Sichten auf mehrere zusammenzufassende Bestände, auf die jedes Programm zugreifen muss (auf die Beschreibung inklusive der Berechtigungen), um überhaupt an die Daten zu kommen - jedes Systemobjekt ist ein Datenbankobjekt - jede angebotene/mögliche Transaktion ist direkt von den betroffenen Inhalten und den Berechtigungen auf sie abhängig.


    Da konnte es einfach nicht sein, dass eine Option auszuwählen, eine Manipulation vorzunehmen oder ein Ergebnis anzuzeigen war, welche die Datensätze und die Berechtigungen nicht hergaben. Der "Versuch" dazu war eindeutig ein geradezu vorsätzlicher Programmierfehler oder eben eine nachvollziehbare Frage falsch eingegebener oder vorher schon falsch veränderter Inhalte oder Berechtigungen (letztes auf Feldebene).


    Wenn ich mir jetzt zu den Apps, die ja ganz offensichtlich anders auf die relevanten Daten zugreifen, als die parallel laufenden Web-Applikationen und als die sie erzeugenden und verwaltenden Systeme und die auch noch unterschiedlich zwischen Apple und Android funktionieren, noch Server-Server-Systeme unterschiedlicher Architekturen und mit unabhängigen Updates und Änderungen sowie sogenannte Clouds und das IoT dazudenke oder gar das automatisierte Fahren, dann wird mir schlecht...


    Zumal eins dabei immer weitestgehend unbedacht bleibt: Vernetzte Automaten bilden unter nicht vorhergesehenen Umständen "gerne" ein Eigenleben aus. Das können auch gar nicht vorhersehbare Umstände sein, zumal die "Umstände" an vielen Stellen entstehen oder bestimmt werden, die darüber nicht miteinander kommunizieren.


    Von wegen, Technikfolgenabschätzung: Tunnelblick, Mattscheibe, Betriebsblindheit...


    Da wird zufällige Kongruenz oder Abfolge, quasi Synchronizität, zur Ursache von zerstörerischer Synchronität oder, je nachdem, Asynchronität, führt z. B. mikroskopisches Zeitverhalten in Folge zu makroskopischen Lawinen oder Kettenreaktionen und potenziell zum Totalversagen.


    Beispiele, die mir einfallen, sind ein Ausfallen von Teilen des amerikanischen Telefonnetzes vor Jahrzehnten, dessen Ursachen m. W. nie ganz ergründet wurden, diverse Blackouts in diversen Stromversorgungen, ein legendärer Crash des automatisierten Börsenhandels und Microsoft-Updates oder einzelne von Virenscannern. Man nennt das dann gerne eine "unglückliche Verkettung von Umständen". Pustekuchen - es ist die menschliche Hybris bezüglich Allwissenheit und Weissagung - zumindest Vorhersehbarkeit -, in der sogar Sicherheitsvorkehrungen zum Gegenteil beitragen können.


    Interessant finde ich, dass unser Hirn und Geist auf den selben Mechanismen basiert und unsere Hirne und Geister als Kollektive ebenfalls. Und dass auch dort heute noch eine winzige Störung in Gestalt eines einzelnen Hirns zum GAU ganzer Völker und Regionen führen kann...


    Die Chaostheorie wurde mal so verstanden, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in China quasi zu einem Wirbelsturm irgendwo anders in der Welt führen könne. Blödes, da unverständliches Beispiel. Aber ein chinesisches Produkt in seiner Masse auf die Welt losgelassen kann für mich nachvollziehbar "dank" Vernetzung und Fehlern, Nachlässigkeiten und Unbedachtheiten beim Programmieren (eben auch an ganz anderer Stelle!) oder krimineller Energie zum Zusammenbruch ganzer Infrastrukturen führen, wie auch ein einziges, von Microzoff auf die Welt losgelassenes Update, intentional wie unintentional.


    Für mich bewahrheitet sich ganz anders, als normalerweise verstanden, der Spruch: "It's not an error, it's a feature (it's by design)!" Der Fehler liegt schon in den Grundgedanken. Das ist freilich ein Auge, auf dem die Politik und die Wirtschaft nicht etwa blind wären, sondern von ganz intentionalem Verleugnen und Verlangen beherrscht werden...


    ____________________________


    Für die, die sich unter dem Ganzen nichts vorstellen können, ist die Millennium-Bridge in London vielleicht ein verständliches Beispiel und der TED-Vortrag von Steven Strogatz über Synchronismus auch unbelebter Dinge (etwa ab Minute 10 oder 15, je nach Eile oder Englischkenntnissen). Wobei die Brücke ja schon ein komplexes Beispiel ist, weil man die Regelvorgänge im menschlichen Körper mit einbeziehen muss. In der Zeit, als dynamische oder variable Vernetzung nur vom Strom- oder vom Telefonnetz her jedem geläufig war, kannte man solche Erscheinungen populär eigentlich nur in Form von Resonanzaufschaukelung, Materialermüdung und atomarer Kettenreaktion... Die Techniker kämpften dazu noch mit recht simplen Regelschwingungen und bekamen sie oft genug nicht wirklich in den Griff, nur gedämpft...

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

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  • Passt jetzt gerade zu den Automatennetzen und einer nicht natürlichen Komplexität:


    Zwei Tage Ausfall bei O2 inklusive Roaming in der Schweiz und in Italien (wo wir gerade herumpendeln) und danach ein "Aufwecken" der Netze in unseren Smartphones nur mit einem Trick, der nicht im Internet erwähnt war. Jetzt gerade Ausfall (zumindest von Italien aus) bei Web.de und GMX.net...


    Zum Ersten war in deutschen Nachrichten-Portalen nur voneinander oder von der Telefonica abgeschriebener Müll zu finden, meist lückenhaft und teils sogar schlicht falsch, fast immer die "eigenen Recherchen" basierend auf allestörungen.de mit der absolut allerschwachsinnigsten Meldung, dass in der Nacht zu Mittwoch die Störung wohl weitestgehend behoben worden sein müsse, alldieweil da ja die Anzahl der neuen Störungsmeldungen auf allestörungen.de zurückgegangen sei. Schreib einfach irgendetwas - wenn's zufällig stimmt, warst Du der erste...


    Ja, nee, is klar! Die Störungsmelder sind 24h-Kommunikationssüchtige.


    Aber davon ab glaube ich nicht an einen Softwarefehler, sondern an einen Denkfehler. Und daran, dass Hardware-Redundanz nur ein kleiner

    Baustein ist, wenn es keine Redundanz alternativer Methoden gibt (wovon ich noch nie gehört habe). Die Telekom hat wohl vor einiger Zeit ein ähnliches Problemmgehabt, es aber deutlich schneller gelöst. Dagegen sind die Probleme mit der Onleihe doch lässige Kleinigkeiten...


    P.S.:


    Nur, damit keiner sich den Kopf für mich zerbricht: Über ein VPN nach Hause war Web.de gerade zu erreichen - vielleicht wäre es auch über Mobilfunk gegangen, nachdem der ja wieder klappt... Als wir hier ankamen, klappte alles noch ganz ohne Probleme!


    Ich nehme demnächst wohl eine Fritz-Box mit in Urlaub...

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

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  • Lautsprecher für die Onleihe

    (primär wegen einer Anfrage, wie man Sonos-LS mit den geschützten Inhalten der Onleihe verwenden könne)


    Sonos besteht sozusagen auf seine App und die Integration der Dienste darin. Oft ist die dem Vernehmen nach aber schlechter in der Nutzung als die Original-Apps der (Streaming-) Anbieter.


    Ob sich die Divibib mit Sonos beschäftigen wird, wage ich mal infrage zu stellen. Schließlich belebt das wohl kaum das Geschäft der Divibib und ich gehe schlicht davon aus, dass Sonos ein kostenpflichtiges Lizenzmodell hat. Es wäre sonst ja leicht möglich, die Sonos-App wie Bluetooth, DLNA/UPnP oder Chromecast* in den Audioweg einzuschleusen oder Sonos-Boxen für wenige Euro mehr mit Bluetooth auszustatten. Aber gerade gegen Bluetooth positioniert sich Sonos ja vehement mit gar "wunderbaren" Argumenten.


    Für mich sind das und der auffällig hohe Standby-Energieverbrauch absolute Ko-Kriterien. Allerdings versteht wohl keiner so gut wie Sonos, Klang und Größe in ein gutes Verhältnis zu setzen. Aber vielleicht ist auch das nur Eso oder Voodoo, im Prinzip also (Selbst-) Täuschung (auch der Tester) bzw. ein Markennimbus (Trivialmythos) wie z. B. auch bei Bose... (Ein eigenes WLAN - für mehr Stabilität - bleibt einem bei anderen LS ja auch unbenommen, sogar flexibler.)


    Der oder das "Connect" ermöglicht immerhin lt. Beschreibung das Einspielen einer analogen Quelle über Cinch-Anschlüsse, also auch über einen zusätzlichen BT-Adapter. Wenn man nicht gerade tolle alte Boxen hat (dann Connect:Amp) oder gar eine gestandene Stereoanlage, einen esoterischen CD-Player oder eine Vinyl-Sammlung, dürfte das Ding allein für Hörbücher tatsächlich ein bisschen arg teuer sein. Dafür bekommt man auch drei bis sechs empfehlenswerte BT-Lautsprecher, die dann noch Zusatznutzen haben (portabel, wassergeschützt, Schlummerlicht...).


    Ich kann andererseits verstehen, dass man auch Hörbücher über gute LS hören will (und nicht über 13€-Brüllwürfel mit nur 4h Betriebsdauer). UE und JBL tun sich da in jeweils identischen Preisklassen nicht viel. Das ist mehr Geschmacks- und Anwendungsfrage (z. B. Klangregelung oder Kopplung mehrerer LS in der App, aber auch nicht immer als Stereo-Paar...).


    Bei manchen kleinen LS wird allerdings an einer Stelle fies getrickst: Je lauter, desto weniger Bass. Das entspricht ein wenig der früheren "Loudness"-Schaltung, die Bässe und Höhen bei Zimmerlautstärke anhob, um sie der Hörkurve anzupassen, spart andererseits Energie bei hohem Schalldruck, ist aber meist eher Fake, indem es mal satten Klang produziert, mal hohe Lautstärke und so vortäuscht, es könne beides gleichzeitig. Da wird sozusagen bedenkenlos gedieselt...


    Andererseits hat man früher, weil sie unnatürlich sind, die Bässe bei der (üblichen) Nahbesprechung eines Mikrofons gedämpft. Heute setzt man sie (also den Nahbesprechungs-Effekt) bewusst ein, um mehr Aufmerksamkeit zu erheischen. Das nervt aber unfreiwillige Mithörer selbst bei Frauenstimmen (es dröhnt unnötig) und verschlechtert zudem die Verständlichkeit. Insofern sind mittenbetontere LS wie die Bottle für Hörbücher und nächtliches Hören sicher besser geeignet.


    Mich würden Hörbücher und Hörspiele aus meinem Stereo-Equipment total nerven. Darüber höre ich auch keinen Rundfunk mit Sprachanteilen, nur Musik. Selbst die kurze und seltene Eigenwerbung von Radio Swiss Jazz geht mir dabei auf den Keks, obwohl ich noch Boxen ohne gepimpten Bass habe (ein Paar Bose verstauben dagegen nur). Oder ich drehe den Bass weg - dann brauche ich aber eigentlich nicht den Konzertsaal, allenfalls die Mehrraum-Hintergrund-Variante. Stattdessen kann man aber auch den kleinen LS einfach mitnehmen. Ist irgendwie auch intuitiver als das selbe Gelabere, die selben Geräusche in allen Zimmern...


    Man sollte das im Laden testen (was wegen der Hintergrundgeräusche und der Raumgröße allerdings schwierig ist) oder sich die Dinger zur Ansicht bzw. zum Anhören schicken lassen und unbedingt die Apps (so es welche gibt, auch je nach Modell!) mit evaluieren.


    ___________________



    * die Chromecast-Integration in die neue Onleihe-App wäre eigentlich konsequent, da das neue DRM (über das ReadiumJS) ja auch in Chrome integriert sein soll (Webreader), in dem wieder Chromecast integriert ist. Andererseits beherrscht Android die Umleitung normalerweise auch ohne direkte Integration. Da sind wir doch mal gespannt, was da dann geht und was nicht....

    Das Prinzip, Komplexität mit noch mehr Komplexität scheinbar wieder beherrschbar zu machen, ist nicht nur das Geschäft von Juristen und Politikern, sondern auch das eines gewissen IT-Konzerns, der zudem den geistigen und sozialen Horizont gewisser Managertypen auf Kuchendiagramme einzuengen vermochte.

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